Wassereinlagerungen im Körper
Lass uns heute mal das Thema Wassereinlagerungen und Entwässerung etwas näher betrachten: Das beschäftigt uns Frauen (und manchmal auch Männer) immer wieder: aufgedunsen sein, schwere Beine, der Bauch wirkt prall – kurz: Wasseransammlungen im Körper. Klingt lästig, ist aber total normal. Ich erzähle dir mal, wie das passiert, warum unser Körper Wasser speichert und wie wir ihm sanft helfen können, sich wieder leicht zu fühlen.
Warum unser Körper Wasser speichert
Manchmal fragt man sich: „Warum eigentlich speichert mein Körper überhaupt Wasser?“ Die Gründe sind vielfältig – und oft ziemlich spannend:
1. Hormone spielen verrückt
Besonders vor der Periode oder in hormonellen Übergangsphasen beeinflussen Östrogen und Progesteron, wie viel Wasser unser Körper bindet.
Östrogen sorgt dafür, dass Flüssigkeit ins Gewebe gezogen wird – deshalb fühlen wir uns oft „aufgedunsen“.
Progesteron kann das Zusammenspiel mit Salz und Wasser beeinflussen, was sich ebenfalls auf unser Gewicht und unser Wohlbefinden auswirkt.
MeinTipp: Wenn du merkst, dass du zyklusbedingt Wasser einlagerst, hilft es, bewusst salzarm zu essen und abends mal leichte Spaziergänge zu machen.
2. Entzündungen im Körper
Chronische Entzündungen ziehen Wasser ins Gewebe, damit Zellen versorgt werden und Abfallstoffe abtransportiert werden können.
Ergebnis: leicht geschwollene Beine, Hände oder Gesicht.
3. Herz- und Nierenprobleme
Bei einer Herzschwäche pumpt das Herz das Blut nicht so effizient – Flüssigkeit staut sich in Beinen, Armen oder Bauch.
Auch die Nieren regulieren den Wasserhaushalt. Wenn sie nicht optimal arbeiten, bleibt Wasser zurück.
4. Salz & Ernährung
Zu viel Salz bindet Wasser – Pizza, Chips oder Fertigprodukte machen sich sofort bemerkbar.
5. Bewegungsmangel & Stress
Langes Sitzen am Schreibtisch während stundenlanger Telefonkonferenzen oder Stehen blockiert den Lymphfluss.
Und wenn dann noch Stress und Schlafmangel hinzukommen, erhöht sich meist noch das Cortisol und der Körper speichert Wasser „für schlechte Zeiten“.
Ich teile hier mal mit dir, was bei mir gut funktioniert:
Ernährung, die den Körper sanft entlastet
Weniger Salz, mehr Kräuter: Petersilie, Basilikum oder Koriander – ist lecker und zu zudem auch noch entwässernd.
Viel Gemüse und Obst: Gurken, Zucchini, Melone, Beeren. All das ist wasserreich und voller Ballaststoffe. Der Körper wird gut versorgt und nicht belastet.
Eiweiß in Maßen: Unterstützt zwar den Stoffwechsel und die Muskeln, bindet aber auch Wasser – Ein gutes Mittelmaß ist hier wichtig.
Ausreichend trinken: Wasser & Kräutertees wie Brennnessel oder Löwenzahn helfen dem Körper, überschüssiges Wasser auszuscheiden.
Meine Morgenroutine: : Ich starte meinen Tag oft mit einem großen Glas warmes Wasser mit einem Spritzer Zitrone. Einfaches Ritual – und ich merke den Unterschied schon vorm Frühstück. Übrigens habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, den ersten Kaffee erst ca. eine Stunde nach dem Aufstehen zu trinken. Das Cortisol ist zwischen 30-90 Minuten nach dem Aufstehen noch sehr hoch. Wenn du dann gleich Kaffee trinkst, bekommst du einen (unnötigen) zusätzlichen Push.
Pflanzen & Supplements, die sanft helfen
Entwässerungskapseln sind meine kleinen Helferlein. Sie enthalten Pflanzen und Mineralstoffe, die den Körper unterstützen, ohne ihn zu überlasten:
Brennnessel – traditionell für den Wasserhaushalt
Spargelwurzel – sanft harntreibend
Birkenblätter – unterstützen den Abfluss von Flüssigkeit
Magnesium – Muskeln & Nerven lieben es
Mangan & Kupfer – für Stoffwechsel und Zellschutz
Man sollte sie natürlich nicht dauerhaft über Monate oder das ganze Jahr nehmen. Aber dennoch ist es wichtig, dass bei der Entwässerung mit Pflanzenextrakten auch ausreichend Mineralstoffe und/oder Spurenelemente supplementiert werden. So kann der Körper regenerieren, ohne dass man sich so ausgelaugt und schlapp fühlt.
Bewegung: Mehr Durchfluss für Wasser & Lymphe
Alles, was die Durchblutung anregt, tut dem Wasserhaushalt gut:
Spazierengehen – Bewegung an der frischen Luft tut wirklich gut.
Yoga & Stretching – besonders für Beine und Hüften
Schwimmen oder Aquafitness – sanft, aber effektiv
Mini-Workouts & Tanzen – macht Laune und bringt alles in Bewegung
Versuch das mal: Stell dir einen Timer, wenn du viel sitzt: jede Stunde 5 Minuten aufstehen, bewegen, strecken. Dein Körper wird es dir danken.
❌ Was eher nachteilig wirkt und deinen Wasserhaushalt beeinträchtigt:
Zu viel Salz und stark verarbeitete Lebensmittel
Alkohol
Langes Sitzen oder Stehen ohne Pause
Stress & wenig Schlaf
Kurzes Fazit für ein leichtes Körpergefühl:
Leichte Ernährung, viel Gemüse, Kräuter, Wasser
Tägliche Bewegung, egal ob Spaziergang, Yoga oder Mini-Workout
Sanfte Nahrungsergänzung: Entwässerungskapseln mit Brennnessel, Spargelwurzel, Birkenblättern & Mineralstoffen
Genügend Schlaf, um Hormone & Stoffwechsel zu unterstützen
Stressabbau, z. B. Meditation, Tee am Abend, bewusstes Durchatmen
Das Schöne ist: Es geht nicht um strenge Regeln oder Verzicht, sondern um sanfte Unterstützung, damit dein Körper wieder in Balance kommt. Und ganz ehrlich: das Gefühl, wenn die Beine leichter sind, der Bauch flacher, das Wohlbefinden steigt – unbezahlbar!
Schlaf ist kein Luxus, sondern unser persönlicher Akku. Im Schlaf regeneriert der Körper auf mehreren Ebenen: Wachstumshormone reparieren Gewebe und unterstützen Muskeln, unser Gehirn sortiert Erinnerungen und entfernt Abfallstoffe, Fettstoffwechsel und Immunzellen werden aktiviert, und das Nervensystem kommt zur Ruhe. Guter Schlaf macht all das effizienter, deswegen ist er so wichtig.
Schlafstörungen entstehen oft aus einer Mischung aus Kopfkino, Körpergefühl und Alltagsstress. Du liegst nachts und bist morgens nicht ausgeruht. Stress im Alltag, Sorgen oder unregelmäßige Schlafzeiten verschieben deine innere Uhr. Manchmal machen auch Schmerzen, Atemprobleme oder hormonelle Veränderungen das Einschlafen schwer. Umweltfaktoren wie Lärm, grelles Licht oder eine unbequeme Schlafumgebung helfen nicht weiter. Und zu warme oder zu kalte Nächte sind auch keine gute Idee.
Was Lebensstil, Ernährung und Nahrungsergänzung angeht: Versuch, jeden Tag eine klare Routine zu haben – möglichst zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen, auch am Wochenende. Beweg dich regelmäßig sanft, das hilft beim Einschlafen und im Tiefschlaf, aber keine späten, intensiven Workouts.
Ein ruhiges Abendritual signalisiert deinem Körper, dass Schlafzeit ist: Vermeide etwa eine Stunde vor dem Schlafen blaues Licht von Bildschirmen und gönn dir stattdessen etwas Entspanntes wie lesen, puzzeln oder eine kurze Atemübung.
Ernährung spielt auch eine große Rolle. Große oder schwere Mahlzeiten direkt vor dem Schlafen belasten den Magen. Plan regelmäßige Abstände von 3–4 Stunden vor dem Schlaf, vermeide ständige Snacks vor dem Fernseher. Besonders hilfreich sind komplexe Kohlenhydrate (Vollkorn, Hafer, Obst, Gemüse) – sie fördern tagsüber Serotonin und am Abend Melatonin. Proteine am Abend sollten moderat sein, da sie schwer im Magen liegen können. Tryptophan-reiche Lebensmittel wie Pute, Joghurt oder Quark können den Schlaf unterstützen. Kräutertees aus Kamille und Baldrian haben sich ebenfalls bewährt. Aber mein persönlicher Tipp: einige Tropfen Lavendelöl in Bio-Qualität kurz vor dem Schlafengehen auf das Kopfkissen träufeln.
Zudem können Magnesium, Vitamin B-Komplex, L-Theanin, Baldrian oder Glycin sinnvoll sein, aber beginne mit niedrigen Dosierungen und nimm Supplements nicht dauerhaft ohne ärztliche Begleitung. Und wichtiger Grundsatz: Nahrungsergänzung ersetzt keine gute Schlafhygiene.
Deine Schlafhygiene-Checkliste: eine gemütliche Schlafumgebung (kühl, dunkel, ruhig, bequem), Matratze und Kissen passend wählen, Bildschirmzeiten reduzieren oder Blaulicht filtern, Handy un Tablet aus dem Schlafzimmer verbannen, Entspannungsübungen wie tiefes Atmen oder progressive Muskelentspannung einbauen, Gedanken nicht im Schlafzimmer wälzen – plane Pufferzeiten am Abend und schreib eine kurze To-do-Liste für den nächsten Tag. Tageslicht tagtäglich hilft, die innere Uhr stabil zu halten.
Fazit
Schlaffördernd
Regelmäßiger Schlafrhythmus (gleiche Zeiten für Zubettgehen und Aufstehen)
Sanfte Bewegung tagsüber (z. B. Spaziergang, Yoga), keine späten, intensiven Workouts
Entspannendes Abendritual (lesen, Atemübungen, lauwarme Dusche)
Geringes Blaues Licht am Abend (Bildschirmzeit reduzieren, Blaulichtfilter)
Optimale Schlafumgebung (Kühl 16–19 °C, dunkel, ruhig, bequem)
Vor dem Schlafengehen leichte, gut verdauliche Mahlzeiten; 3–4 Stunden vorher letzte große Mahlzeit
Gezielte Entspannungstechniken (Tiefes Atmen – Ausatmung verlängern, progressive Muskelentspannung, Meditation)
Kurze Nickerchen maximal 20–30 Minuten am frühen Nachmittag
Zu vermeiden
Koffein und Nikotin nachmittags/abends
Alkohol vor dem Schlafengehen (stört Schlafzyklus und den Tiefschlaf)
Schweres, fettiges oder stark gewürztes Essen direkt vor dem Schlaf
Intensive, späte Workouts oder stimulierende Aktivitäten am Abend
Bildschirmnutzung direkt vor dem Schlaf (oder Blaulichtfilter ignorieren)
Sorgen im Schlafzimmer wälzen; unnötige Arbeitsgedanken kurz vorm Schlaf
Sehr warme oder unbequeme Schlafumgebung
Langfristig ohne ärztliche Begleitung Nahrungsergänzungsmittel verwenden (besonders bei bestehenden Erkrankungen)
Praktische Tipps zum Einstieg
Setze dir eine 2-Wochen-Challenge: feste Schlafens- und Aufstehzeiten, keine Bildschirmzeit eine Stunde vor Schlafen.
Erstelle eine kurze Abendroutine (z. B. 20 Minuten ruhiges Lesen, dann Atemübung).
Probiere eine kühlere Raumtemperatur und Verdunkelung aus, beobachte Auswirkungen auf Einschlafen und Durchschlafen.
Halte eine kleine To-do-Liste für den nächsten Tag bereit, damit du Sorgen nicht im Bett wälzen musst.
Es gibt manchmal Phasen im Leben, da erkennen wir uns selbst nicht wieder. Jede Kleinigkeit regt uns auf, wir fühlen uns antriebslos, alles wird plötzlich zu viel und man möchte nur noch losheulen.
Was ist da gerade los? Und warum?
Angespannte Nerven zeigen sich oft durch innere Unruhe, Reizbarkeit, Muskelverspannungen, Schlafstörungen und eine allgemeine gedrückte Stimmung. Stimmungsschwankungen bedeuten hingegen, dass sich die Stimmung häufig ändert von himmelhoch zu tief betrübt. Depressive Verstimmung kann sich in Traurigkeit, Energieverlust, vermindertem Interesse an Aktivitäten, Konzentrationsschwierigkeiten und vermindertem Selbstwertgefühl zeigen.
Die Ursachen können vielfältig und natürlich sehr individuell sein: Man unterscheidet hier Biologische Faktoren (Hormon- und Neurotransmitter-Balance, Genetik), Lebensstil (Stress, Schlafmangel, Bewegungsmangel), Umweltfaktoren (Dauerstress, soziale Isolation) sowie Ernährung. All diese Faktoren können eine Rolle spielen.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass eine depressive Verstimmung Hinweise auf eine klinische Depression sein kann. Bei anhaltenden Symptomen über Wochen, zunehmender Beeinträchtigung oder Suizidgedanken solltest du daher unbedingt ärztliche Hilfe suchen.
Aber du fühlst dich im Moment einfach nur mies: Gefühlschaos, Antriebslosigkeit, zu viel Stress und dann noch diese lähmende Traurigkeit.
Lass uns mal genauer auf das Thema angespannte Nerven, miese Stimmung und Traurigkeit schauen.
Wenn Medikamente – sprich Psychopharmaka – hier keine Option sind und du mit einem gesunden Maß an Eigenverantwortlichkeit dieser Situation begegnen möchtest, gibt es tatsächlich ein paar praktische Ansätze, wie du dir in dieser anstrengenden Zeit was Gutes tun kannst – ohne viel Aufwand.
Neben ausreichendem Schlaf, Yoga oder TaiChi, Meditation oder Spaziergängen, kannst du über die Ernährung deine Stimmung beeinflussen. Deine Nerven lieben Routinen, insbesondere Mahlzeiten und Schlaf betreffend. Das wird ganz häufig unterschätzt. Auch wenn sich keine Müdigkeit einstellt, weil das Gedankenkarussell kreist oder dir deine Sorgen den Appetit verderben, halte dennoch an der Routine fest, um die Nerven nicht noch weiter zu stressen.
Yoga und TaiChi beruhigen das Nervensystem – insbesondere Yin Yoga.
Das ist nichts für dich? So versuche doch mindestens für 20 Minuten am Tag mal an die frische Luft zu kommen – ohne ToDo-Liste im Gepäck. Mir hat mal eine Heilpraktikerin gesagt, wenn das Nervenkostüm zu eng geschnürt ist und dir die Traurigkeit die Luft zum Atmen nimmt, geh raus an die frische Luft. Das klingt einfach – ist es auch. Probier`s aus. All das fällt in die Kategorie „Me-Time“ und ist besonders wichtig in Zeiten, in denen wir uns nicht gut fühlen. Selbstfürsorge bringt uns wieder ein Stück näher zu uns selbst. Das geht uns manchmal verloren. Du kennst das vielleicht.
Zum Thema Ernährung:
Dass die Ernährung eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden spielt, wissen wir längst. Wenn es im Bauch grummelt, der Kopf wehtut oder die Gelenke schmerzen, weil wir übersäuert sind, stellt sich kaum gute Laune ein. Es gibt aber tatsächlich Nahrungsmittel, die sich ganz gezielt und sehr positiv auf unsere Stimmung und so auch auf unser Wohlbefinden auswirken können.
Ich habe hier eine Liste von hilfreichen und unterstützenden Nahrungsmitteln für dich zusammengestellt. Vielleicht kommt das eine oder andere davon auf deinen nächsten Einkaufszettel.
Antioxidantienreiche Ernährung: viel Obst, Gemüse, Beeren, Nüsse und Vollkorn. Sie unterstützen Stressbewältigung und Entzündungsreduktion.
Omega-3-Fettsäuren: Fisch (Lachs, Makrele), Leinsamen, Chia-Samen. Mit DHA/EPA kann Stimmung unterstützen; bei Vegetarier/innen ggf. Algenöl ergänzen.
B-Vitamine und Magnesium: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, mageres Fleisch, Milchprodukte; Magnesiumreich (Nüsse, Samen, Vollkorn) kann bei Anspannung helfen.
Proteinquelle: Ausreichende Proteinzufuhr stabilisiert Blutglück und Neurotransmitter (Tryptophan für Serotonin). Gute Quellen: Fisch, Geflügel, Eier, Hülsenfrüchte, Quark, Joghurt.
Fermentierte Lebensmittel: Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi unterstützen eine gesunde Darmflora, was mit Stimmung verbunden sein kann.
Flüssigkeitszufuhr: ausreichend Wasser trinken; Alkohol in Maßen oder vermeiden, da er Stimmung beeinflussen kann.
Koffein beachten: moderate Mengen; hoher Konsum kann Schlaf beeinträchtigen.
Wichtig sind hier
Regelmäßige Mahlzeiten: regelmäßige Zeiten helfen Stimmung und Energie stabil zu halten; vermeide lange Fastenphasen.
Zucker reduzieren: übermäßiger Zucker kann Stimmungsabfälle verstärken, insbesondere morgens vor 11h.
Guten Schlaf unterstützen: regelmäßige Essenszeiten, lichtarme Abende, Koffein am Nachmittag vermeiden.
Natürlich gibt es auch bewährte Pflanzen-Extrakte, Vitamine und Mineralstoffe, die zusätzlich hilfreich sind und auch wissenschaftlich untersucht wurden.
Zahlreiche Studien gibt es zum Beispiel zu Johanniskraut (Hypericum perforatum). Dieses schon von Hildegard von Bingen gelobte Kraut ist nachgewiesen hilfreich bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen. Es enthält Wirkstoffe wie Hypericin und Hyperforin, die an der Regulation von Neurotransmittern wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin beteiligt sein könnten. Nicht geeignet ist es bei schweren Depressionen und Suizidgedanken. Bei der Einnahme von Medikamenten kann es jedoch zu Wechselwirkungen kommen. Daher lohnt es sich hier in jedem Fall, kurz mit dem Arzt Rücksprache zu halten.
Ebenfalls bewährt hat sich Rhodiola rosea, bekannt auch unter dem Namen Rosenwurz. Es handelt sich hier um ein natürliches Adaptogen (Adaptogene sind pflanzliche Substanzen, die die Stressresistenz verbessern können. Man nennt sie auch pflanzliche Stressmodulatoren.)
Es wird traditionell zur Stressbewältigung eingesetzt und wie bei alle Adaptogenen ist eine langfristige Einnehme bedenkenlos. Es kann bei emotionaler Belastung, Müdigkeit und erhöhter Leistungsbereitschaft helfen, ohne stark anzuregen.
L-Theanin, eine nicht-proteinogene Aminosäure, kann uns ebenfalls in stressigen Phasen unterstützen. Es wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem, indem es die GABA-Rezeptoren aktiviert und die Produktion Dopamin und Serotonin unterstützt. Interessant ist, dass es dazu in der Lage ist, die Aktivität der Alpha-Wellen im Gehirn anzuregen und zu erhöhen, was zu einem Zustand der Entspannung führen kann. Und dennoch macht es nicht müde. Vielmehr werden Aufmerksamkeit sowie die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert.
B-Vitamine sind sehr wichtig für unser Nervensystem, da sie an der Neurotransmitter-Synthese beteiligt sind. Kurz: sie spielen eine wichtige Rolle, wie Neurotransmitter hergestellt und genutzt werden. Das beeinflusst am Ende unser Denken, Fühlen und Handeln.
Hierbei hat jedes B-Vitamin noch mal eine besondere Aufgabe. Aber wenn es um bessere Stimmung und gute Laune geht, unterstützt insbesondere das Vitamin B6 durch die Umwandlung der Neurotransmitter in Serotonin und Dopamin.
Magnesium spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Es ist beteiligt an Nervensystem, Schlaf und Stressbewältigung. Daher ist es nur verständlich, dass ein Mangel negative Auswirkungen auf unsere Stimmung haben kann. Wichtig: Es gibt zahlreiche verschiedene Magnsiumverbindungen mit unterschiedlichen Aufgaben in unserem Körper. Magnesiumbisglycinat hat sich in dem Kontext Stimmung und Nervenkostüm bewährt und hat zudem eine sehr gute Bioverfügbarkeit.
Zum Schluss noch eins:
Es ist völlig normal, sich gerade genervt und angespannt zu fühlen. Wichtig ist, dass du bereits den ersten Schritt getan hast, indem du dieser Situation bewusst begegnest. Du hast die Fähigkeit, dein Wohlbefinden wieder zu stärken.
Kleine, regelmäßige Schritte machen einen großen Unterschied. Gehe täglich ein paar Minuten an der frischen Luft, gönne dir kurze Pausen zum Durchatmen und achte auch mal bewusst auf deine Atmung. Diese einfachen Rituale helfen deinem Körper, Stress zu reduzieren und deine Stimmung stabil zu halten.
Setze realistische Ziele: Notiere dir 2–3 erreichbare Ziele pro Woche (z. B. feste Schlafzeiten, regelmäßige Mahlzeiten, Bewegung). Wenn du Ziele erreichst, steigt dein Vertrauen in deine Fähigkeit, Veränderungen zu schaffen.
Achte auf deine Ressourcen: Was hat dir in der Vergangenheit geholfen, dich besser zu fühlen? Wohlfühlaktivitäten wie Lesen, Musik hören, ein warmes Bad oder kreative Tätigkeiten können deine Energie wiederzufüllen.
Sei geduldig mit dir selbst: Rückschläge gehören dazu. Erinnere dich daran, dass Fortschritt kein linearer Weg ist. Jeder Tag bietet eine neue Chance, positiver zu handeln.
Du verdienst Unterstützung und Wohlbefinden. Du hast die Kontrolle über deine Schritte, auch wenn es manchmal nur kleine Schritte sind, die du gehen möchtest. Veränderung fängt mit dem ersten Schritt an. Du kannst dein Wohlbefinden Stück für Stück wieder in den Griff bekommen.
Was du hier über Schilddrüsenunterfunktion erfährst:
Was macht die Schilddrüse eigentlich?
Was sind die typischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion?
Was sollte ich über die Ursachen eine Schilddrüsenunterfunktion wissen?
Hat die Ernährung Einfluss bei einer Schilddrüsenunterfunktion?
Welche Nährstoffe sind wichtig für die Schilddrüse?
Was muss ich vor einem Check beim Arzt wissen?
Schilddrüsenunterfunktion – wenn der Körper auf Sparflamme läuft
Kennst du dieses Gefühl, dass du eigentlich genug schläfst, dich trotzdem ständig müde fühlst, schnell frierst und irgendwie „nicht ganz du selbst“ bist? Genau so beschreiben viele Frauen ihre Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Und das Gemeine ist: Die Symptome sind oft schleichend und werden lange übersehen oder als Stress abgetan.
Was macht die Schilddrüse eigentlich?
Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ am Hals – aber sie hat riesigen Einfluss. Sie produziert Hormone (vor allem T3 und T4), die unseren Stoffwechsel, Energiehaushalt, die Körpertemperatur, Hormone, Verdauung, Haut, Haare und sogar die Psyche steuern.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert sie zu wenig Hormone – der Körper fährt dann sozusagen im Energiesparmodus.
Was sind die typischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion?
Die Symptome sind individuell, aber es gibt einige Klassiker. Vielleicht erkennst du dich in dem einen oder anderen Punkt wieder:
Körperlich
ständige Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit
Gewichtszunahme trotz normalem Essen
Kälteempfindlichkeit (immer kalte Hände/Füße)
trockene Haut, brüchige Nägel
Haarausfall oder dünner werdendes Haar
Verstopfung
Wassereinlagerungen
langsamer Puls
Mental & emotional
Konzentrationsprobleme („Brain Fog“)
depressive Verstimmung, innere Leere
Reizbarkeit oder emotionale Sensibilität
geringere Stressresistenz
Hormonell
Zyklusstörungen
starker PMS
Fruchtbarkeitsprobleme
Ganz wichtig: Nicht jede Frau hat alle Symptome. Manchmal sind es nur 2–3 Dinge, die sich einfach „nicht normal“ anfühlen.
Was sollte ich über die Ursachen eine Schilddrüsenunterfunktion wissen?
Die häufigste Ursache ist Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung. Daneben können auch Jodmangel, chronischer Stress, Nährstoffmängel oder hormonelle Dysbalancen eine Rolle spielen.
Eine ärztliche Abklärung (TSH, fT3, fT4, Antikörper) ist immer der erste Schritt.
Hat die Ernährung Einfluss bei einer Schilddrüsenunterfunktion?
Ernährung kann die Schilddrüse nicht heilen, aber sie kann sie enorm unterstützen (oder leider auch bremsen).
Das tut deiner Schilddrüse gut
1. Eiweißreich essenHormone bestehen aus Eiweiß. Achte auf gute Proteinquellen:
Eier
Fisch
Hülsenfrüchte
Joghurt, Skyr, Quark (wenn du sie gut verträgst)
2. Entzündungshemmende ErnährungGerade bei Hashimoto wichtig:
viel Gemüse
Beeren
Olivenöl
fetter Fisch (Omega-3)
3. Regelmäßig essenZu lange Esspausen oder extremes Kaloriensparen können den Stoffwechsel zusätzlich bremsen.
Das solltest du eher reduzieren ⚠️
stark verarbeitete Lebensmittel
sehr viel Zucker
extremes Low-Carb über längere Zeit
Alkohol (belastet Leber & Hormone)
Gluten & Milchprodukte: Manche Frauen profitieren davon, sie zu reduzieren – andere merken keinen Unterschied. Hier gilt: ausprobieren statt dogmatisch sein.
Welche Nährstoffe sind wichtig für die Schilddrüse?
Jetzt kommen wir zu den Nahrungsergänzungsmitteln – ganz entspannt und ohne Übertreibung Bitte immer im Hinterkopf behalten: Am besten vorher Blutwerte checken lassen.
1. Jod
essenziell für die Hormonbildung
aber: bei Hashimoto oft problematisch in hohen Dosen
lieber moderat über Lebensmittel (z. B. etwas Seefisch)
2. Selen
super wichtig für die Umwandlung von T4 zu aktivem T3
wirkt entzündungshemmend
oft ein echter Gamechanger
3. Zink
wichtig für Hormone, Immunsystem & Haut
unterstützt die Schilddrüsenfunktion
4. Eisen
Eisenmangel kommt häufig vor und verstärkt Müdigkeit
ohne Eisen funktioniert die Hormonproduktion schlechter
5. Vitamin D
beeinflusst Immunsystem & Hormone
niedrige Werte sind sehr häufig
6. B-Vitamine (v. a. B12)
wichtig für Nerven, Energie & Konzentration
Weniger ist mehr. Du musst nicht alles gleichzeitig nehmen, sondern gezielt und sinnvoll und über einen längeren Zeitraum.
Lebensstil: oft unterschätzt, aber extrem wichtig
SchlafDeine Schilddrüse liebt Schlaf. Wirklich. 7–9 Stunden sind kein Luxus, sondern Therapie.
Stress reduzierenChronischer Stress blockiert die Umwandlung der Schilddrüsenhormone. Kleine Rituale helfen:
Spaziergänge
Atemübungen
Yoga
„Nein“ sagen lernen
Sanfte BewegungZu hartes Training kann kontraproduktiv sein. Besser:
Spazieren
Pilates
Yoga
leichtes Krafttraining
Was muss ich vor einem Check beim Arzt wissen?
Eine Schilddrüsenunterfunktion ist nichts, wofür man sich „zusammenreißen“ muss. Dein Körper arbeitet nicht gegen dich – er braucht Unterstützung. Geduld, Verständnis und liebevolle Selbstfürsorge sind genauso wichtig wie Tabletten oder Supplements.
Also lass es bitte unbedingt mal beim Arzt abchecken über einen Bluttest.
Hier eine Checkliste: Wichtige Blutwerte bei Schilddrüsenunterfunktion
Diese Liste kannst du gut zum Arzttermin mitnehmen
Schilddrüsenwerte (Basis)
TSH
fT3
fT4
Autoimmun-Diagnostik (sehr wichtig!)
TPO-AK (Thyreoperoxidase-Antikörper)
TG-AK (Thyreoglobulin-Antikörper)
Besonders relevant bei Verdacht auf Hashimoto.
Nährstoffe (häufige Mängel!)
Ferritin (Eisenspeicher, nicht nur Eisen!)
Vitamin D (25-OH-D3)
Vitamin B12
Folsäure
Zink
Selen
Magnesium
Optional und sinnvoll
CRP (Entzündungsmarker)
HbA1c oder Nüchternblutzucker (Stoffwechsel)
Leberwerte (wichtig für Hormonumwandlung)
💛 Ein kleiner Herzenshinweis zum Schluss
Bitte nimm deine Symptome ernst – auch wenn Blutwerte „noch im Normbereich“ liegen. Dein Körper weiß, wie es dir geht.
Schilddrüsenthemen brauchen Zeit, Geduld und ganz viel Selbstmitgefühl.
Es macht durchaus Sinn, die Blutwerte regelmäßig prüfen zu lassen. Dabei ist wichtig, dass du morgens nüchtern – immer zur gleichen Zeit – zum Blutabnehmen gehst und auch denselben Zyklustag wählst. Warum? Weil im Laufe des Zyklus` der Östrogenspiegel steigt und die Schilddrüsenhormone beeinflusst.
Noch eine letzte Sache, die wichtig ist: Denke bitte immer daran, auch deine Leber zu unterstützen, weil sie u.a. den Hormonstoffwechsel reguliert.
Was du hier über deine Leber erfährst:
Welche Funktion hat die Leber und was ist ihre Verbindung zu Hormonen?
Was sind die wichtigsten Aufgaben der Leber?
Wie arbeiten Leber und Hormone zusammen?
Welche Nahrungsmittel sind gut für die Leber?
Gibt es unterstützende Nahrungsergänzungsmittel?
Welche Funktion hat die Leber und was ist ihre Verbindung zu Hormonen?
Kennst du das? Anfang des Jahres oder kurz vor dem Urlaub, wenn unsere Motivation, etwas ändern zu wollen, in Bestform ist und die guten Vorsätze sich in unser Bewusstsein drängeln: Jeder Vorsatz will zuerst dran sein – dann sprechen wir gern auch über die Pfunde auf unseren Hüften und darüber, dass wir die Leber „entgiften“ wollen. Spätestens jetzt „verdreht“ unsere Ernährungsberaterin innerlich die Augen. Sie sagt, die Leber kann man nicht entgiften. Aber man kann sie unterstützen, wenn man versteht, wie vielfältig ihre Aufgaben in unserem Körper sind.
Die Leber ist nämlich ein zentrales Organ für Stoffwechsel und Hormonregulation. Sie arbeitet täglich im Hintergrund, filtert Stoffe, produziert wichtige Verdauungssäfte und beeinflusst, wie Hormone wirken. Besonders wichtig sind Schilddrüsenhormone (T3, T4) und Östrogene, die besonders während der Wechseljahre eine größere Rolle spielen können.
Was sind die wichtigsten Aufgaben der Leber?
Dein Stoffwechselzentrum: Sie wandelt Nährstoffe aus dem Essen in Energie um, speichert Zucker als Glykogen und unterstützt den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel.
Gallenbildung: Sie produziert Galle, eine Verdauungsflüssigkeit, die Fette emulgiert und deren Verarbeitung erleichtert.
Entgiftung und Ausleitung: Die Leber baut schädliche Stoffe und Abbauprodukte ab, verändert sie chemisch und sorgt dafür, dass sie über Galle oder Niere ausgeschieden werden.
Immunfunktion: Sie hilft dem Immunsystem, indem sie Bakterien aus dem Darm filtert.
Hormonelle Schnittstelle: Die Leber reagiert auf Hormone aus anderen Organen, verändert Hormone und reguliert deren Verfügbarkeit und Wirkung im Körper.
Hormonale Schnittstelle: Wie arbeiten Leber und Hormone zusammen?
Schilddrüsenhormone (T3/T4): Die Schilddrüse beeinflusst den Leberstoffwechsel. Umgekehrt reguliert die Leber den Stoffwechsel und kann Hormone aktivieren oder deaktivieren. Die Schilddrüsenhormone beeinflussen Enzyme in der Leber, die Glukose- und Fettstoffwechsel betreffen.
Umwandlung von Hormonen: In der Leber werden inaktive Hormone in aktiver Form umgewandelt (z. B. T4 zu T3).
Gleichgewicht im Blut: Die Leber hilft, den richtigen Hormonspiegel im Blut zu halten, damit Gewebe und Organe ordentlich funktionieren.
Wechseljahre und Östrogene: Östrogene beeinflussen den Leberstoffwechsel und die Ausscheidung von Hormonen. Ein erhöhtes Östrogenlevel kann den Anteil frei verfügbarer Schilddrüsenhormone beeinflussen und damit den Stoffwechsel.
Warum ist das wichtig?
Die Leber verändert die Hormone durch Umwandlung und Konjugation, beeinflusst somit ihre Verfügbarkeit und Wirkung.
Veränderungen im Hormonsystem wirken auf die Leber: Schilddrüsenhormone und Östrogene verändern Enzymsysteme und den Leberstoffwechsel.
Störungen im Hormonhaushalt können Leberwerte beeinflussen und umgekehrt Leberprobleme die Hormonbalance verschärfen.
Praktische Tipps für Leber- und Hormonbalance
Lebensstil: Ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und moderater Alkoholkonsum unterstützen Lebergesundheit.
Ernährung: Viel Obst und Gemüse, Ballaststoffe, gesunde Fette, moderate Proteinzufuhr; ausreichendes Trinken.
Bluttests: Regelmäßige Checks bei Verdacht auf Schilddrüsenprobleme oder hormonelle Veränderungen helfen, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Medikamente beachten: Viele Medikamente werden in der Leber verarbeitet – sprich mit deinem Arzt, wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, da es Wechselwirkungen geben kann.
Einfach zusammengefasst:
Die Leber filtert, baut ab, speichert, produziert Galle und wirkt beim Energiestoffwechsel mit.
Hormone sind Botenstoffe, die Körperprozesse steuern; die Leber formt und reguliert diese Hormone.
Die Verbindung zwischen Leber und Hormone ist also die, dass sie sich gegenseitig beeinflussen; ein Gleichgewicht ist wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden.
Welche Nahrungsmittel sind gut für die Leber?
Obst und Gemüse: besonders Blattgrün (Spinat, Grünkohl), Rote Bete, Mangold, Brokkoli, Sauerkraut, Beeren, Zitrusfrüchte, Äpfel, Gemüse mit natürlichen Bitterstoffen wie Rucola, Chicorée und Artischocken.
Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Lebensmittel: Hafer, Vollkornreis, Quinoa, Gerste
Gesunde Fette: Olivenöl, Avocado, Nüsse (in Maßen), Samen (Leinsamen, Chiasamen)
Proteinquellen mit geringem Fettgehalt: Mageres Geflügel, Fisch (insbesondere fetter Fisch wie Lachs, Makrele) in moderaten Mengen, Hülsenfrüchte
Kaffee in moderaten Mengen: einige Studien deuten Nutzen für die Leber an
Wasser und ungesüßte Getränke
Kräuter und Gewürze wie Knoblauch, Kurkuma, Ingwer
Was noch unterstützend wirkt:
Weniger zugesetzter Zucker, schnelle Kohlenhydrate und stark verarbeitete Lebensmittel.
Alkohol in Maßen, denn Alkohol belastet die Leber wesentlich.
Vermeide trans- und gesättigte Fette in großen Mengen; bevorzugt Omega-3-Quellen.
Achte auf moderate Kalorienzufuhr, besonders wenn du Übergewicht hast.
Gibt es unterstützende Nahrungsergänzungsmittel?
Ja, durchaus. Hier eine knappe Übersicht, welche Nahrungsergänzungsmittel oft für die Leberunterstützung genannt werden und warum. ABER: Sie ersetzen keine gesunde Lebensweise oder ärztliche Behandlung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenten immer Rücksprache mit einem Arzt.
Mariendistel (Silymarin):
Die Mariendistel enthält Silymarin. Es gilt als leberschützende Substanz mit antioxidativen Eigenschaften. Theoretisch unterstützt es die Leberzellen bei Stress und fördert deren Reparatur.
Die Wirksamkeit bei Gesunden ist begrenzt; bei bestimmten Lebererkrankungen ggf. sinnvoll, aber ärztliche Begleitung empfohlen.
Kurkuma/Curcumin:
Es wirkt entzündungshemmend und antioxidativ und kann daher Entzündungsprozesse in der Leber modulieren.
Sinnvoll für eine bessere Bioverfügbarkeit ist die Zugabe von Piperin.
B-Vitamine (insbesondere B12, Folsäure, Biotin):
Dies sind wichtige Cofaktoren im Energiestoffwechsel und beim Leberstoffwechsel.
Ehrfahrungsgemäß decken Multivitamin-Präparate den Bedarf; bei speziellen Grunderkrankungen ist es sinnvoll, mit dem Arzt zu sprechen.
Artischocke (Artischockenextrakt)
Dieses wunderbare und köstliche Gemüse wird als Extrakt traditionell genutzt zur Unterstützung der Gallenbildung und Verdauung. Es k.ann die Gallenproduktion anregen und so die Fettverdauung erleichtern.
Löwenzahn
Im Garten kennen wir es als Unkraut oder Beikraut aber als Extrakt wird es als harntreibend/entgiftend angesehen und soll Leber- und Gallenfunktion unterstützen.
Cholin
Ein wichtiger Baustoff und Nährstoff für Leber- und Fettstoffwechsel; Es unterstützt den Transport von Fett aus der Leber.
Was viel nicht wissen: Ein Cholinmangel kann zu Leberveränderungen beitragen und wird daher oft über Nahrung ergänzt.
Auf den Punkt gebracht:
Die Leber ist ein zentrales Organ für Stoffwechsel, Verdauung und Hormonregulation. Sie wandelt Nährstoffe in Energie um, bildet Galle, baut Schadstoffe ab und beeinflusst maßgeblich die Wirkung von Hormonen. Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit Schilddrüsenhormonen und Östrogenen, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, kann sich das auf Stoffwechsel, Wohlbefinden und Hormonbalance auswirken. Ein gesunder Lebensstil unterstützt die Leber dabei, ihre vielfältigen Aufgaben zuverlässig zu erfüllen.
Ergänzend können bestimmte Nährstoffe wie Mariendistel, B-Vitamine, Cholin oder pflanzliche Bitterstoffe unterstützend wirken. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen jedoch keine gesunde Lebensweise und sollten bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer ärztlich abgeklärt werden.
Was du hier über die Wechseljahre erfährst:
Was passiert im Körper während der Wechseljahre?
Wie lange dauern die Wechseljahre?
Was für Beschwerden können auftreten?
Welche körperlichen Symptome deuten auf die Wechseljahre hin?
Welche psychischen Symptome deuten auf die Wechseljahre hin?
Wie häufig treten die Beschwerden auf?
Was kannst du tun, um die Beschwerden zu lindern?
Was kann dieser Lebenszyklus noch bedeutet und welche Chancen bringt er mit sich?
Geht dir das auch so, seit man selbst in den Wechseljahren ist, hat man das Gefühl, dass dies immer häufiger ein Thema unter Freundinnen und auch in den Medien ist. Zum Glück wird es heute nicht mehr tabuisiert, wenn wir „zur Beerdigung unserer eigenen Hormone eingeladen werden“.
Dank vieler mehr oder weniger bekannten Frauen wie Schauspielerinnen, Comedians und Moderatorinnen, die uns in der Vergangenheit begleitet haben, bekommt das Thema Wechseljahre mehr Aufmerksamkeit.
Ganz offen wird jetzt darüber gesprochen, was Erwachsenwerden 2.0 für uns Frauen bedeutet und was wir jetzt nach überstandener Pubertät, Menstruation und eventuell auch Schwangerschaften in dieser besonderen Lebensphase zu erwarten haben.
Was passiert da eigentlich genau, warum treten Beschwerden auf, und wie kannst du damit umgehen? Lass uns da mal gemeinsam hinschauen und den Prozess Schritt für Schritt verständlicher machen.
Was passiert im Körper?
In deinen Eierstöcken stecken ungefähr eine halbe Million Eizellen. Sie produzieren außerdem verschiedene Hormone, vor allem Östrogen und Gestagen. Ab der Pubertät sorgt dieses feine Zusammenspiel dafür, dass jeder Monat eine Eizelle heranreift und sich die Gebärmutterschleimhaut auf deren Einnistung vorbereitet. Dieser Zyklus begleitet dich einige Jahrzehnte. Wenn dein Vorrat an Eizellen schließlich zur Neige geht, produzieren die Eierstöcke weniger Östrogen und Gestagen.
Der Übergang heißt Klimakterium oder Wechseljahre. Von der fruchtbaren Phase zur Menopause geht’s meist ab dem 40. bis 45. Lebensjahr. Die Schnelligkeit oder Langsamkeit des Hormongeschehens ist sehr individuell und hängt auch ein Stück weit vom Lebensstil ab. Aber die Frage, die doch die meisten von uns auf der Seele brennt, ist:
Wie lange dauern die Wechseljahre?
Oft dauert dieser Übergang 10 bis 12 Jahre. Hormone schwanken stark, nicht einfach nur konstant weniger – und genau diese Schwankungen lösen Beschwerden aus.
Welche Beschwerden können auftreten?
Die bekanntesten Symptomkomplexe sind Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche und Schlafprobleme. Doch es gibt auch andere Auswirkungen, die sich auf dich körperlich, emotional oder mental auswirken können:
Welche körperlichen Symptome deuten auf die Wechseljahre hin?
Schlafprobleme: Einschlaf- oder Durchschlafstörungen, die zu Tagesmüdigkeit führen.
Veränderungen der Haut und Haare: Trockenheit, empfindliche Haut, leichteres Austreten von Tiny-Falten, feiner werdendes Haar.
Gewichtszunahme oder -verlagerung: Stoffwechseländerungen können dich öfter mit Gewichtskurve konfrontieren.
Gelenk- und Muskelbeschwerden: Oft berichten Frauen von vermehrten Muskel- oder Gelenkbeschwerden.
Libido und vaginale Beschwerden: Veränderungen der Libido, Trockenheit oder Brennen in der Scheide.
Wassereinlagerungen im Gewebe: Man fühlt sich wie aufgeschwemmt. Die Fesseln sind geschwollen.
Blasenschwäche
Herzrasen, Bluthochdruck
Lebensmittelunverträglichkeiten und neue Allergien
Restless-Legs-Syndrom: der unwiderstehliche Drang, die Beine (oder Arme) zu bewegen.
Welche psychischen Symptome deuten auf die Wechseljahre hin?
Stimmungsschwankungen: Reizbarkeit, Traurigkeit, Nervosität oder wahrgenommene emotionale Labilität.
Konzentration und Gehirnnebel (Brain Fog): Manchmal fällt es schwer, sich zu fokussieren oder Dinge zu erinnern.
Panik-Attacken
Erfahrungsgemäß werden die Hitzewallungen sowie die scheinbar nicht kontrollierbare Gewichtszunahme hier am schlimmsten empfunden.
Wie häufig treten die Beschwerden auf?
Etwa ein Drittel der Frauen erlebt während des Klimakteriums nur milde Beschwerden und kann die Zeit nahezu ohne Einschränkungen genießen. Rund 30 Prozent fühlen sich von mittleren Wechseljahresbeschwerden betroffen, wobei eine gesunde Lebensweise und pflanzliche Präparate oft Linderung bringen. Allerdings haben etwa ein Drittel aller Frauen so starke Beschwerden, dass sie in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind und auf intensivere Unterstützung wie eine Hormonersatztherapie angewiesen sein können.
Was kannst du tun, um Beschwerden zu lindern?
Es gibt viele Wege, je nachdem, wie stark deine Beschwerden sind und was dir persönlich guttut. Hier sind ein paar Tipps, die du direkt umsetzen kannst, um deinen Köper zu unterstützen:
Regelmäßige Bewegung: Spaziergänge, Yoga, Krafttraining – schon kleine Routinen helfen oft, Hitzewallungen zu mildern und das Wohlbefinden zu steigern.
Ausreichend Schlaf: Rituale vor dem Zubettgehen, kühle Schlafumgebung, regelmäßige Schlafzeiten. Hierzu habe ich noch einen extra Artikel verfasst, weil das Thema Schlaf und Regeneration unfassbar wichtig ist.
Ausgewogene Ernährung: Viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, ausreichend Calcium und Vitamin D. Auf Alkohol und stark zuckerhaltige Lebensmittel eher bewusst achten.
Gewichtsmanagement: Ein gesundes Gewicht kann Beschwerden beeinflussen.
Pflanzliche Präparate und Alternativen
Viele Frauen berichten über Linderung mit pflanzlichen Präparaten. Traditionell werden Yamswurzel, Rotklee und Mönchspfeffer als Pflanzen-Extrakte eingesetzt, um leichte bis mittelschwere Symptome zu lindern.
Medizinische Optionen
Hormonersatztherapie (HRT) kann symptomatisch helfen, steckt aber in individuellen Nutzen-Risiko-Abwägungen. Spricht mit deiner Ärztin/deinem Arzt über Optionen, Unterschiede (Östrogen-Gestagen-Kombination vs. Östrogen-only, Transdermal vs. orales Präparat) und deine persönliche Situation.
Alternativen wie individuell abgestimmte Therapien oder lokale Behandlungen bei Vaginaltrockenheit können je nach Bedarf sinnvoll sein.
Was dieser Lebenszyklus noch bedeuten kann:
Da passiert doch gerade noch mehr. Es kommt anfangs auf leisen Sohlen daher und doch ist es plötzlich da:
o Eine neue Selbstwahrnehmung: Du fängst an, Dinge neu zu priorisieren und deine Wünsche neu zu sortieren.
o Eine Neuorientierung: Du gibst dir mehr Raum für deine Bedürfnisse, deine Träume, deine Hobbys. Du bist wichtig.
o Eine Veränderung der Rollenbilder: Vielleicht verhandelst du die Dinge in Familie, Job oder Partnerschaft neu. Authentisch handeln fühlt sich jetzt leichter an.
o Die körperliche Selbstfürsorge: Du lernst, mit der Herausforderung deines Körpers wie Hitzewallungen, Schlafproblemen und so weiter umzugehen und für dich zu sorgen.
o Die Wertschätzung deiner Lebensphase: Du achtest darauf, was Lebensqualität für dich bedeutet: Gesundheit, Selbstfürsorge, Wohlbefinden.
Welche Chancen diese Lebensphase mit sich bringt:
o Mehr Lebensweisheit und Gelassenheit: Du reagierst ruhiger, findest praktische Lösungen leichter.
o Fokus auf Gesundheit und Prävention: Kleine, nachhaltige Gewohnheiten werden etabliert, die sich langfristig lohnen.
o Neue Sinnstiftung: Vielleicht findest du neue Leidenschaften, entdeckst deine Kreativität oder hast jetzt den Mut für eine berufliche Neuausrichtung.
o Verbesserte Beziehungen: Die Gespräche werden offener und ehrlicher Bedürfnisse klar kommuniziert, wodurch tiefere Verbindungen entstehen können.
Das ist die positive Seite all dessen, was da gerade vor sich geht. Und bei all dem, was wir schon geschafft haben, dürfen wir darauf vertrauen, dass wir die Wechseljahre gut überstehen werden.